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Dmitri Medwedew - Sanktionen bedeuten Handelskrieg

  • Category news
  • Definition HD
  • Resolution 1280 x 720
  • Duration 00:21:47
  • Year 2018
  • Language German

Dmitri Medwedew - Sanktionen bedeuten Handelskrieg

Kurz vor seiner Teilnahme am Asien-Europa-Gipfel in Brüssel hat sich der Ministerpräsident der Russischen Föderation Dmitri Medwedew Zeit für ein Interview mit euronews genommen. Darin macht er unter anderem die Europäische Union für die derzeit schlechten Beziehungen zwischen Russland und der EU verantwortlich. Euronews-Reporterin Tesa Arcilla: "Zu Gast bei 'The Global Conversation' ist der Ministerpräsident der Russischen Föderation Dmitri Medwedew. Vielen Dank, Herr Medwedew, dass Sie bei uns sind. In Kürze treffen Sie Ihre europäischen Kollegen in Brüssel. Anfang des Monats sagte der EU-Ratsvorsitzende Donald Tusk, dass das Russland Wladimir Putins die größte Bedrohung für die Einheit der Europäischen Union ist. Hat er recht?" Dmitri Medvedev, Ministerpräsident der Russischen Föderation: "Die Europäische Union besteht nicht nur aus Donald Tusk. Wir sind uns schon begegnet und ich kenne seine Position zu verschiedenen Themen. Wir trafen uns bei verschiedenen Gelegenheiten. Um es noch einmal zu betonen: Dinge, die eine Person sagt, die an der Spitze einer Europäischen Institution steht, spiegeln nicht die Meinung der gesamten Europäischen Union wider. Nehmen wir das also als seinen Standpunkt." ​ Euronews: "Sie werden am Asien-Europa-Gipfel teilnehmen. Ihr Thema dort ist der Handel. Aber die Geopolitik wirkt sich auf den Handel aus. Was hat Russland zu bieten, was kann es auf den Tisch legen, und was wird Russland tun, um die Beziehungen zwischen Europa und Russland zu verbessern?" Dmitri Medwedew: "Zunächst möchte ich ein paar Worte zum ASEM-Gipfel sagen. Ich denke, das Treffen ist eine ziemlich gute Plattform, um die Aussichten auf eine Ausweitung der Zusammenarbeit auf europäischer und asiatischer Ebene zu überprüfen. Natürlich ist dieser Gipfel kein Ort, an dem wichtige Entscheidungen getroffen werden. Der G20-Gipfel ist der Ort, an dem die Entscheidungen getroffen werden. Er spielt diese Rolle seit 2008. Der ASEM-Gipfel spielt eher eine beratende Rolle, aber er ist dennoch eine produktive und wichtige Plattform, an der auch wir teilnehmen. Der letzte Gipfel fand in der Mongolei statt. Es war ein nützliches Treffen, bei dem sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union mit Vertretern Russlands, der asiatisch-pazifischen Region und der ASEAN-Länder austauschten. Im Großen und Ganzen hat es dazu geführt, dass wir uns besser verstehen. Schaut man sich die aktuellen Beziehungen zwischen Russland und der EU an, seien wir ehrlich, dann durchleben wir gerade schwierige Zeiten. Unserer Meinung nach ist das das Ergebnis ziemlich voreiliger Entscheidungen der Europäischen Union. Und ich denke, dass die EU Bürger diejenigen sein werden, die für diese Entscheidungen bezahlen. Ich betone noch einmal, dass wir diese schlechten Beziehungen nicht initiiert haben. Das hat natürlich auch negative Auswirkungen auf unser Land. Die Unternehmen bezahlen dafür. Letztendlich betrifft es die Menschen, denn ein erheblicher Teil der handelspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit wurde ausgesetzt und die kulturelle Zusammenarbeit wurde erheblich eingeschränkt. Leider ist unser Dialog mit einigen Ländern abgebrochen. Sie haben Herrn Tusk erwähnt. Obwohl er ein europäischer Beamter ist, kommt er dennoch aus Polen. Ich kann offen sagen, dass wir auf der Ebene des politischen oder wirtschaftlichen Dialogs keine Beziehungen zu Polen haben. Ist das gut oder schlecht? Ich bin mir nicht sicher. Ich denke, es ist eher schlecht, auch wenn wir an die besondere Geschichte denken, die unsere Länder verbindet. Jedenfalls denke ich, dass wir bei meinem Polenbesuch der Wiederaufnahme eines Dialogs wieder viel näher gekommen sind. Aber aktuell gibt es keinen Dialog und das ist schlecht." Euronews: "Ich kann nachvollziehen, dass Sie sagen, Russland habe diesen Konflikt nicht angefangen, aber Europa denkt wahrscheinlich anderes darüber. Ich komme gerade aus Brüssel und dort wird gerade über das gesprochen, was die niederländischen Behörden nach ihrer Untersuchung der angeblich abgewehrten (russischen) Cyberangriffe auf die OPCW ( Organisation für das Verbot chemischer Waffen ) bekanntgaben. Die Organisation ist der 'Wachhund', der die Skripal-Vergiftung und die chemischen Angriffe in Syrien untersucht. Außerdem gab es die koordinierte Anschuldigung von vier Ländern gegen Russland - die Niederlande, Großbritannien, Kanada und die USA. Und Sie haben Jeremy Hunt, der sagte, Russland versuche, die Instabilität in der ganzen Welt zu verstärken. Russland akzeptiert diese Anschuldigungen nicht. Wenn Russland das aber nicht ernst nimmt, warum sollte Russland dann ernst genommen werden, wenn Sie Ihr Land dort präsentieren?" "Reden ist besser, als zu schweigen" Dmitri Medvedev: "Ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen. Sie sagen, dass Russland in irgendeiner Weise wahrgenommen werden sollte. Wir nehmen an diesen Veranstaltungen nicht teil, um in irgendeiner

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