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Covid-19: Die fieberhafte Suche nach einem Impfstoff

  • Category news
  • Definition HD
  • Resolution 1280 x 720
  • Duration 00:08:00
  • Year 2020
  • Language German

Covid-19: Die fieberhafte Suche nach einem Impfstoff

Angesichts der sich schnell ausbreitenden Covid-19-Pandemie suchen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft mit Hochdruck nach einem Impfstoff und einer Behandlung gegen das neue Coronavirus, Thema dieser Unreported Europe -Reportage. Das Virus, das die ganze Welt zu besiegen versucht, sieht aus wie ein kleiner Ball mit Stacheln. Das SARS-Corona-Virus 2 (SARS-CoV2) ist die Ursache von COVID-19. Die Atemwegserkrankung hat die schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. "Ein Impfstoff ist eine Möglichkeit, die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie zu stoppen", sagt euronews-Reporterin Rosie Wright in der "Good Morning Europe"-Sendung. Ebenfalls in dieser Sendung sagte Seth Berkley, Chef von Gavi, die Impf-Allianz, am 24. März: "Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffs 10 bis 15 Jahre. Bei Ebola haben wir es in 5 Jahren geschafft, ich weiß, dass wir das beschleunigen können." Und Stephen Hahn, US-Kommissar der Lebensmittel- und Arzneimittelverwaltung, sagte in einer Pressekonferenz: "Wir gehen davon aus, dass es 12 Monate dauern wird, bis ein Impfstoff zugelassen werden kann. Das ist eine Rekordzeit für die Entwicklung eines Impfstoffs." Erste experimentelle Covid-19-Impfung in Seattle Wissenschaftler, Politiker und Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung und Zulassung eines Impstoffs. Eine Frau in Seattle war die erste Person auf der Welt, die eine experimentelle COVID-19-Impfung erhielt. Sie gehörte zu einer Gruppe von Freiwilligen, an denen wenige Wochen nach Beginn der sich schnell ausbreitenden Epidemie Versuche durchgeführt wurden. Dieser Impfstoffkandidat mit dem Codenamen mRNA-1273 wurde vom National Institutes of Health und dem in Massachusetts ansässigen Biotechnologieunternehmen Moderna Inc. entwickelt. Es besteht keine Chance, dass sich die Teilnehmer infizieren könnten, da die Impfungen nicht das Coronavirus selbst enthalten. Weltweit über 40 potenzielle Impfstoffe Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es über 40 potenzielle Impfstoffe. Berichten zufolge befinden sich bis zu hundert in der Entwicklung, aber nur wenige davon werden klinisch getestet. Ein vielversprechender Weg, Covid-19 anzugreifen, ist ein Impfstoff, der einen Teil des Virus, die sogenannte RNA, manipuliert: "Dieses Coronavirus hat ein Molekül namens RNA, das seine gesamte genetische Information trägt" , erklärt Marie-Paule Kieny, INSERM -Forschungs-Direktorin. "Diese RNA kann im Labor in großem Maßstab synthetisiert werden, weshalb sie in diesem ersten Impfstoff verwendet wird, für den derzeit klinische Studien laufen. Andere Impfstoffe basieren auf viraler DNA oder auf anderen geschwächten Viren, die keine Krankheiten hervorrufen und in die wir die genomische Information des Covid-Virus einschleusen können." In über dreißig Unternehmen und akademischen Einrichtungen weltweit wird an verschiedenen Ansätze geforscht, um den Königsweg gegen COVID-19 zu finden. Das deutsche Unternehmen CureVac arbeitet an einem Impfstoff mit dem Botenmolekül mRNA. Im Juni sollen klinische Tests starten. "Wir benutzen die mRNA, um den Körper anzuleiten, seinen eigenen Impfstoff zu produzieren. Wir geben dem Körper also lediglich Informationen. Das ist ein völlig neuer Ansatz in der Medizin", erklärt CureVac-Sprecher Thorsten Schüller. CureVac geriet in die Schlagzeilen, als eine deutsche Zeitung berichtete, dass US-Präsident Donald Trump dem Unternehmen eine Milliarde Dollar angeboten habe, um den Impfstoff exklusiv für die USA zu sichern. Der CureVac-Sprecher stellt klar: "Wir haben nie ein Angebot aus dem Weißen Haus oder von einer anderen US-Institution erhalten, unsere Firma zu kaufen, um riesige Impfstoffmengen für die USA zu reservieren. Unser Ziel ist es, einen Impfstoff für alle Menschen auf der ganzen Welt zu entwickeln. Letztendlich müssen Gesundheitspolitiker entscheiden, wie ein solcher Impfstoff verteilt werden soll." Um die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus zu beschleunigen, wird CureVac mit bis zu 80 Millionen Euro von der EU unterstützt . Während die Welt auf einen Impfstoff wartet, sind Millionen Patienten in Behandlung. Forscher und Ärzte haben damit begonnen, zum Teil umstrittene Kombinationen existierender Medikamente zu testen, um Infizierte zu behandeln. Bisher gibt es keine Heilung. Kann Chloroquin Covid-19-Patienten retten? Im französischen Marseille stehen Menschen mit Covid-19-ähnlichen Symptomen vor der Universitätsklinik Schlange. Das Institut bietet an, sie zu testen und zu behandeln: "Ich bin lieber hier, als mit Symptomen auf meiner Couch zu liegen" , sagt eine junge Frau. Der Grund für die Aufmerksamkeit ist Didier Raoult , Mikrobiologe aus Marseille und Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten. Er hat viele - darunter auch den US-Präsidenten - davon überzeugt, dass man Covid-19 mit einem billigen und leicht herzustellendem Malariamedikament behandeln kann.

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